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An Brett 1 fiel die Entscheidung: Herbert Palmi gegen Martin Riediger
Im Finale des Niederbayerischen Vierer-Mannschaftspokals 2017 bezwang der SC Rottal-Inn den SC Bayerwald Regen/Zwiesel 1 mit 3:1 und trug sich damit zum elften Mal in die Siegerliste dieses Wettbewerbs ein.

In die Freude über diesen Erfolg mischt sich auch ein Wermutstropfen: Wegen Ungereimtheiten in der Terminplanung auf Verbandsebene ist die Teilnahme am bayerischen Mannschaftspokal nicht möglich.
Das Finale zwischen dem Landesligisten und dem Regionalliga-Aufsteiger aus dem Bayerwald blieb bis zum Schluss spannend. In der Begegnung zwischen Matthias Kronschnabl (Regen) und Andreas Nöhbauer an Brett 4 kam es früh zur Punkteteilung. In einer komplizierten Variante der ohnehin risikoreichen Sizilianschen Verteidigung gingen die Kontrahenten auf Nummer sicher. Auch an Brett 2 gelang es dem Spieler des SC Rottal-Inn nicht, seine deutlich höhere Wertungszahl, die die Spielstärke widerspiegelt, in einen Punktgewinn umzumünzen. Routinier Josef Ager blieb nach einem unnötigen Bauernverlust in der Eröffnung nichts anderes übrig, als Robert Hambergers Remisangebot anzunehmen. Dieses Unentschieden kam allerdings eher den Rottalern zugute, denn am Brett 3 zeichnete sich ein Sieg für sie ab. Fide-Meister Patrick Bensch nutzte die Schwächen in Reiner Bergmanns Eröffnungsbehandlung aus und erzielte deutliche Stellungsvorteile, die er in einen Bauergewinn verdichtete. Sein Gegner hätte sich noch zäh wehren können, entblößte aber seine Königsstellung und musste sich kurz vor dem Matt geschlagen geben. Damit war die Entscheidung noch nicht gefallen, denn bei einem Sieg an Brett 1 wäre der SC Bayerwald wegen des höheren Gewinnbretts Pokalsieger gewesen. Der Kampf zwischen Fide-Meister Martin Riediger und Herbert Palmi (Regen) wogte lang hin und her, ohne dass eine Seite einen nennenswerten Vorteil herausholen konnte. Schließlich gelang es Riediger in der entscheidenden Phase kurz vor dem 40. Zug, den gegnerischen Läufer einzukreisen und zu erobern. Mit einem sehenswerten Springermatt krönte er wenige Züge später seine Leistung.