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Schachclub Rottal-Inn schafft Klassenerhalt in der Landesliga Süd

Letzte Runde 1,5:6,5-Niederlage gegen SC Garching/Platz acht in der Endabrechnung/Zweite Mannschaft belegt Rang 5 in der Niederbayernliga

(jk) – Die Denksportler des Schachclub Rottal-Inn haben nach einer durchwachsenen Saison und trotz einer kräftigen 1,5:6,5-Niederlage in der Schlussrunde den Klassenerhalt geschafft. Mit fünf Mannschaftspunkten belegen sie Platz acht der Landesliga Süd. Die zweite Mannschaft hat mit einem 5:3-Erfolg gegen den SV Deggendorf II einen Sprung auf Rang fünf der Niederbayerliga gemacht.

Mit dem Gefühl des bereits sicheren Klassenerhalts gingen die Rottaler Denksportler in die letzte Runde der Landesliga Süd gegen Garching. Ingo Walch (Brett 6) verbuchte kleine Vorteile und versuchte lange diese Initiative zu entwickeln. Sein Gegner verteidigte sich zäh und die Spieler einigten sich auf ein Remis (0,5:0,5). Andreas Nöhbauer (Brett 7) verlor nach der Eröffnung einen Zentralbauern. Trotz seines zähen Widerstands, gab der Materialvorteil schließlich den Ausschlag (0,5:1,5).

Alexander Müller (Brett 2) wickelte mit Weiß in eine ungünstige Version der Königsindischen Verteidigung ein, konnte aber mit aktiver Verteidigung eine Qualität erobern. In der immer noch komplizierten Stellung unterlief ihm ein Fehler, der Schwarz entscheidenden Materialvorteil gab (0,5:2,5). An Brett 1 erreichte Martin Riediger mühelos eine ausgeglichene Stellung. Er lehnte aufgrund des Spielstandes ein Remisangebot ab, und überschritt später die Bedenkzeit (0,5:3,5).

Patrick Bensch (Brett 4) erreichte gegen die selten gespielte Aljechin-Verteidigung ein interessantes Mittelspiel, in dem beide Spieler Chancen hatten. Vor der Zeitkontrolle übersah Bensch ein starkes Turmscheinopfer seines Gegners, was einen Bauern kostete (0,5:4,5). Gerhard Spiesberger (Brett 5) spielte die französische Verteidigung und konnte sich aus einer soliden, aber beengten Position befreien. Im resultierenden Springerendspiel gab Spiesberger zwar den Ton an, sein Gegner mit den weißen Steinen verteidigte sich exakt zum Remis (1,0:5,0). Hans Wagner (Brett 3) verteidigte sich mit zwei Türmen gegen Dame und Bauern aktiv. Er verfügte an einer Stelle sogar über eine Gewinnkombination, die er nicht rechtzeitig erkannte. Davon unbeirrt führte er die Partie sicher in den Remishafen (1,5:5,5). Norbert Frühauf (Brett 8) hatte die mit Abstand längste Partie auszufechten. Im Endspiel schien er erfolgreich eine Festung aufgebaut zu haben. Nach einem unvorsichtigen Läuferzug manövrierte er sich jedoch in eine Zugzwangsstellung (1,5:6,5).

Mit der 1,5:6,5-Niederlage gegen Garching rutscht der SC Rottal-Inn vom sechsten auf den achten Platz ab. Das Ergebnis war laut Vereinsvorsitzender Patrick Bensch eher untypisch und täusche über das wahre Leistungsvermögen hinweg. Im Schnitt erzielte das Landesliga-Team durchschnittlich 3,5 Punkte pro Match. Oft sei man am Unentschieden nur knapp vorbei gelandet. Das Ergebnis in der Schlussrunde blieb letztlich bedeutungslos, weil der Abstand zum Abstiegsplatz zu groß war. Für Vereinsvorsitzenden Patrick Bensch zählt nach der durchwachsenen Saison das zählbare Ergebnis: „Es ist erfreulich, dass die beiden ersten Mannschaften die Klasse erhalten konnten.“ Der ersten Mannschaft kam dabei das Glück zugute, dass alle südbayerischen Vertreter in der bayerischen Oberliga „oben“ blieben. Angesichts der mageren Ausbeute von nur fünf Punkten hätte der Weg auch in die Regionalliga Süd-Ost nach „unten“ führen können.

Die Top-Scorer der Saison waren Klaus Schwarzmeier (71 Prozent der möglichen Punkte), Ingo Walch (67%) und Patrick Bensch (61%). Nachdem Schwarzmeier mit einer Niederlage in die Saison gestartet war, drehte er auf und erreichte vier Siege und zwei Remisen. Ingo Walch gewann die ersten drei Partien und remisierte die restlichen sechs Partien. Er blieb als einziger Rottaler Spieler ungeschlagen. Mannschaftsführer Patrick Bensch - kämpferisch wie eh und je – ließ nur ein Remis zu. Zwischen der 2. und 5. Runde legte er eine Siegesserie von vier Gewinnpartien hin.

Einzelergebnisse: Klaus Schwarzmeier (5 Punkte aus 7 Partien), Ingo Walch (6/9), Patrick Bensch (5,5/9), Josef Ager (3,5/7), Gerhard Spiesberger (3/8), Hans Wagner (3/9), Martin Riediger (2,5/8), Wolfgang Kücher (1,5/6), Andreas Siemens (0,5/2), Norbert Frühauf (0,5/2), Jonas Mayer (0,5/2), Alexander Müller (0/1), Rainer Hartl (0/1), Andreas Nöhbauer (0/1).

Der zweiten Mannschaften Mannschaft gelang es, die Spielzeit in der Niederbayernliga mit einem 5:3-Sieg über den SV Deggendorf II zu beenden. Auf diese Weise machte sie noch einen Platz gut und landete im Endklassement auf dem fünften Platz.
Andreas Siemens (Brett drei), Josef Staller (Brett fünf), und Andreas Putz (Brett ach) sorgten für ganze Punkte. Remis trennten sich Klaus Wiedmann (Brett eins), Reinhard Rund (Brett zwei), Wolfgang Söder (Brett 4) und Harald Seelentag (Brett 7).

Senkrechtstarter der „Zweiten“ war Martin Metodiev, der ich in seiner ersten Spielzeit im Ligabetrieb gleich über den (inofffziellen) Titel des Topscorers freuen darf. Er sammelte in sieben Einsätzen 5,5 Punkte. Deutlich über der 50%-Schwelle liegen auch Andreas Siemens und Josef Staller mit jeweils 4,5 Punkten aus sechs Partien. Positive Erwähnung verdient ebenso Klaus Wiedmanns ausgeglichenes Ergebnis am Spitzenbrett, 4,5 Punkte aus neun Partien.
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